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Grüne Blätter

CBD & THC

Viele Missverständnisse gegen Cannabidiol existiert. Daher muss hier klar gesagt werden, dass der Konsum von Hanf nicht mit der Droge, der psychoaktiven Substanz THC, gleichgesetzt werden darf. Wir möchten hier zeigen, dass die Strukturen der beiden Substanzen zwar ähnlich sind, die Auswirkungen auf den menschlichen Körper jedoch unterschiedlich sind.

Cannabidiol (CBD)

Tetrahydrocannabinol (THC)

Cannabidiol - CBD

Die Wirkung von CBD, dem nicht-psychoaktiven Gegenstück von THC, ist weitaus komplexer als die von THC. Zur Wirkung von CBD gibt es bereits diverse Studien, auch im Verbund  mit unterschiedlichen Krankheitsbildern, aber noch ist nicht alles vollständig erforscht, sodass verschiedene Mechanismen noch genauer untersucht werden müssen.

Dennoch kann man sagen, dass die Wirkungen auf den Körper denen von THC ähnlich sind. CBD kann jedoch reduzieren  die starken unerwünschten Nebenwirkungen von THC. Bestimmte Studien haben beispielsweise beschrieben, dass die starke Angst von Menschen nach der Einnahme von THC  stark geschwächt, wenn CBD eingenommen wurde.
 
Das Ergebnis der Bindung an verschiedene Rezeptoren im menschlichen Körper und wie die Lebensqualität durch die Einnahme von CBD verbessert werden kann, ist in der Literatur beschrieben. Einige von ihnen sind unten gezeigt:

Entzündungshemmende Wirkung

Durch die Bindung von CBD an den "Nucleosid Transporter-1", die Produktion von Neurotransmittern (wie Acetylcholin und  Noradrenalin) wird gehemmt. Dies geschah über den Signaltransduktionsweg von Adenosin. CBD verstärkt genau diesen Signalweg. Dieser Vorgang könnte der Grund für eine entzündungshemmende Wirkung sein.
Wie in einer Studie beschrieben, hemmen schon geringe Dosen CBD die Produktion von Tumornekrosefaktor-alpha (TNF-alpha), einem entzündungsfördernden Botenstoff.
Ein weiterer Cannabinoid-Rezeptor, der GPR55-Rezeptor, ist nach CBD-Bindung für eine entzündungshemmende Wirkung verantwortlich.

Angstlinderung

Neben der Bindung an den CB1-Rezeptor und der damit verbundenen Wirkung auf psychische Symptome bindet CBD auch an den 5-HT1A-Rezeptor, was zu einer angstlösenden Wirkung führt.

Entspannung
 

Wie oben erwähnt, bindet CBD auch an den CB1-Rezeptor.  Aufgrund dieser Bindung hemmt CBD einen Teil der Wirkung von THC durch eine sogenannte allosterische Modulation am CB1-Rezeptor. Das bedeutet, dass beide Substanzen gleichzeitig an diesen Rezeptor binden können, jedoch an unterschiedlichen Stellen.
Eine gewisse Aktivierung von  der CB1-Rezeptor wird auch durch CBD erreicht, kann also zu Stressabbau führen.  Durch die Bindung an den Vannilliod-Rezeptor wird ein gleiches  Wirkung gezeigt wird.

Weitere Effekte

Das Protein, das wiederum für den Abbau des körpereigenen Cannabinoids Anandamid verantwortlich ist, wird durch CBD zerstört. Dies führt zu einer erhöhten Konzentration dieses Endocannabinoids, das wiederum verschiedene Einflüsse auf den Körper hat. Endocannabinoide binden beispielsweise stark an die CB2-Rezeptoren der Immunzellen, was wiederum zu entzündungshemmenden Effekten führt.


Darüber hinaus haben Studien gezeigt, dass CBD eine positive Wirkung sowohl auf die Alzheimer- als auch auf die Parkinson-Krankheit hat. 


Eine Bindung von CBD am Dopamin-2-Rezeptor zeigt einen positiven Effekt  gegen Psychosen.

Nicht zuletzt ist CBD ein sehr wertvolles Antioxidans, das genauso gut ist wie Ascorbinsäure, auch bekannt als Vitamin C.

 
 

Tetrahydrocannabinol - THC

Wie CBD kommt auch THC in den weiblichen Blüten der Hanfpflanze vor. Nach Einnahme von THC und nach Bindung an die beiden Rezeptoren kommt es häufig zu einer Schmerzlinderung sowie einer Hemmung von Entzündungsprozessen.  THC erzeugt jedoch nicht nur diese erwünschten Wirkungen, sondern zeigt auch starke Nebenwirkungen, die von Person zu Person in ihrer Intensität variieren können.  

Da der CB1-Rezeptor im Gehirn häufiger vorkommt, können nach der Bindung von THC an diese Rezeptoren Muskelentspannung, Appetitsteigerung, Blutdruckabfall, Herzfrequenzanstieg, Euphorie, Angst, motorische Beeinträchtigungen, verminderte Aufmerksamkeit usw. auftreten. Manche Menschen werden sehr euphorisch, andere haben starke Angstgefühle und wieder andere sind zutiefst entspannt.

 

Im Gegensatz dazu werden Entzündungsprozesse und allergische Reaktionen reduziert, wenn THC die CB2-Rezeptoren aktiviert, die sich auf den Zellen des Immunsystems befinden. Die Aktivierung führt zu einer verminderten Produktion von Zytokinen, entzündungsfördernden Botenstoffen, was zu den oben genannten Effekten führt.